Archiv der Kategorie: Ostermarsch 2021

Menschenrechtsaktivistin Karmen Ramírez Boscán

Abschluss des virtuellen Ostermarschs ist ein Interview mit der Menschenrechtsaktivistin Karmen Ramírez Boscán. Sie vertritt die Rechte der indigenen Völker und war Fachberaterin unter anderem in Kanada (WHRI) und Genf (UNO). 2005 hat Karmen Ramírez in Kolumbien die Organisation Fuerza de Mujeres Wayuu gegründet. 2015 hat sie den erfolgreichen Kanal Wayuunaiki para el Mundo für die Vermittlung der einheimischen Sprache der Wayu-Leute lanciert und ist auch Mitgründerin von Lucify und des Kollektivs Las Nadie.

Yes, WE care!

Wir veröffentlichen täglich ein Statement verschiedener Friedensaktivist*innen aus der ganzen Welt.

Ostermarsch 2021: Yes, we care!

Der nächste Ostermarsch wird wieder online stattfinden. Ab dem 20. März veröffentlichen wir spannende Redebeiträge auf unseren Social Medias, die sich mit einer feministischen Friedenspolitik auseinandersetzen.

YES, WE CARE!

Mit dem Ostermarsch 2021 fordern wir ein grösseres Care-Bewusstsein in allen Lebensbereichen. Wenn wir zueinander Sorge tragen, können wir Krisen überwinden und Frieden schaffen.

Auch in der Corona-Krise sind es hauptsächlich Frauen, die sich um die Pflegebedürftigen kümmern und den sozialen Zusammenhalt aufrechterhalten. Wie so oft in Krisen-, Konflikt- und Kriegszeiten tragen sie die Hauptlast. Die öffentliche Aufmerksamkeit erhalten jedoch diejenigen, die mit Waffen an der Front, entscheidungsmächtig in der Regierung oder konkurrenzfördernd in der Wirtschaft agieren. Die Corona-Pandemie bringt diese unterschiedliche Gewichtung der gesell- schaftlichen Anerkennung einmal mehr deutlich zum Vorschein, aber auch die Chance, daraus zu lernen. Frauen sind die unsichtbaren grossen Friedensakteurinnen und tragen zentral zur Bewältigung von Krisen und Konflikten bei. Wenn alle Menschen achtsamer sind, dann wird die Welt ein grosses Stück friedlicher. Darum sagen wir: Yes we care!

Wir fordern deswegen:

  • Die Care- und Hausarbeit muss ökonomisch und sozial anerkannt werden; durch bessere Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Partizipation.
  • Das gesamte Wirtschaftsleben muss an seinem positiven Nutzen für die Gemeinschaft, an seinem Care-Charakter, gemessen werden.
  • Der Nationale Aktionsplan «Frauen, Frieden und Sicherheit» (NAP 1325) soll auf politischer Ebene rasch umgesetzt werden, namentlich der Einbezug von Frauen in Friedensprozesse.
  • Die Schweiz soll bei ihren internationalen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Engagements den Schutz der Menschen- und Umweltrechte sowie die Förderung der Geschlechtergleichstellung priorisieren.

«Mädchen und Frauen» erleben Mehrfachdiskriminierung in Bezug auf Gender Identität, älter, sexuelle Orientierung, Religion, Rassifizierung, Klasse und Herkunft.