Angriffskriege, Genozide, ethnische Säuberungen, Bürgerkriege und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung fordern aktuell in verschiedenen Weltregionen hunderttausende Menschenleben. Diese Gewalt hinterlässt unsägliches Leid und Zerstörung. Darüber hinaus spitzt sich die Klimakrise weiter zu und die Schere zwischen überreichen und armutsbetroffenen Menschen öffnet sich immer weiter.
In der Schweiz wird alle zwei Wochen eine Frau oder ein Mädchen ermordet. Rassistische Polizeigewalt, mit teilweise tödlichen Folgen, ist weit verbreitet. Auch Diskriminierung und Gewalt aufgrund der religiösen oder sexuellen Identität und Orientierung sind alltäglich präsent. Zeitgleich findet eine Militarisierung der Gesellschaft statt – sie reicht von der Aushöhlung des Zivildienstes, dem Versuch der Ausweitung der militärischen Dienstpflicht auf Frauen, der Lockerung der Regeln für den Kriegsmaterialexport bis hin zu Sparmassnahmen in der internationalen Zusammenarbeit, im Asyl-, Gesundheits- und Bildungsbereich.
Viele fühlen sich angesichts dieser Gewalt ohnmächtig und fragen sich, was sie tun können. Wir stehen in einer langen Kette von Menschen, die Widerstand gegen Krieg und Gewalt leisten. Wir sind viele, die sich für Menschenwürde, menschenzentrierte Sicherheit, Völker- und Menschenrechte und einen umfassenden Frieden einsetzen.
Wir fordern vereint:
- einen gerechten Frieden
- volle Solidarität mit den Kriegs-Betroffenen in aller Welt
- die Förderung von Initiativen gegen Aufrüstung
- die Stärkung der UNO, des Völkerrechts und multilateraler Verträge (Minenverbot, Atomwaffenverbot, Verbot von biologischen und chemischen Waffen, usw.)
- eine Förderung von lokalen – und feministischen – Graswurzelinitiativen der Friedensförderung in Konfliktgebieten
- keine Kriminalisierung und Diffamierung der friedenspolitischen Bewegungen
- den Stopp der friedenspolitischen Rückschritte beim Zivildienst und beim Kriegsmaterialgesetz.
