Ostermarsch 2019

Der nächste Ostermarsch wird am Ostermontag, dem 22. April 2019, stattfinden. Unter dem Motto „Frieden statt Krieg exportieren“ protestieren wir gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer und für mehr ziviles Engagement.

Die Schweiz ist pro Kopf die viertgrösste Waffenexporteurin weltweit. Was im Ausland mit unseren Waffen geschieht, haben wir nicht in der Hand. Einschüchterung, Unterdrückung, offene Gewalt bis hin zu Kriegshandlungen sind möglich (nachweislich z. B. mit Waffen des bundeseigenen Rüstungskonzerns Ruag). Gleichzeitig rühmt sich die Schweiz mit ihrer Neutralität und humanitären Tradition. Auf der einen Seite Friedensvermittlerin, auf der anderen Seite Kriegstreiberin: Das ist heuchlerisch.

Stoppen wir sofort:

  • die Doppelmoral der Schweizer Aussen- und Wirtschaftspolitik
  • den Export von Waffen, Munition und sonstigem Kriegsmaterial

Exportieren wir stattdessen:

  • Handelsgüter, die zu einem guten Leben beitragen
  • Dienste, die den Frieden fördern, wie diplomatische Vermittlung, Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Wir sind nicht darauf angewiesen, die Welt mit Waffenlieferungen unsicherer zu machen. Die Schweiz hat Besseres zu exportieren als Waffen!

Über 1100 Menschen jeglichen Alters demonstrieren am Ostermarsch für gerechtes Wirtschaften!

Heute fand in Bern bereits zum 16. Mal der traditionelle Ostermarsch unter dem Motto „Gerechtes Wirtschaften für den Frieden“ statt. Bei schönem Wetter haben über 1100 Personen aus allen Altersgruppen an der Demonstration teilgenommen.

Voraussetzung für Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Waffengewalt sondern auch eine gerechte Wirtschaft. Deshalb steht im Zentrum des diesjährigen Ostermarschs die Konzernverantwortungsinitiative. Diese will, dass Konzerne den Schutz von Menschenrechten und der Umwelt verbindlich in sämtliche Geschäftsabläufe einbauen.  „Solange sich internationale Konzerne durch die Ausbeutung von Menschen und Umwelt bereichern, ist eine friedliche Welt nicht möglich,“ betont GSoA-Sekretärin und Mitglied des Organisationskomitees Eva Krattiger.

Der Ostermarsch ruft deshalb alle auf, als KonsumentInnen auf gerecht hergestellte Güter zu kaufen und als Verantwortliche in Unternehmen auf die Ausbeutung von Menschen und Umwelt zu verzichten. Wie sich gezeigt hat, reichen diese freiwilligen Massnahmen aber nicht, weshalb der Ostermarsch auch PolitikerInnen auffordert, sich für verbindliche Regulierungen einzusetzen und die Stimmberechtigten ermuntert, die Konzernverantwortungsinitiative an der Urne anzunehmen.

Das Komitee des Ostermarschs ist sehr erfreut, dass der Ostermarsch auch in diesem Jahr so zahlreich besucht wurde. „Jedes Jahr kommen mehr Leute an den Ostermarsch. Das Bedürfnis, gemeinsam für den Frieden einzustehen, ist auch bei den jüngeren Generationen da.“, freut sich Eva Krattiger.

Ostermarsch 2018

Der nächste Ostermarsch wird am Ostermontag, dem 2. April 2018, stattfinden. Unter dem Motto „Gerechtes Wirtschaften für den Frieden“ protestieren wir gegen die grosse Ungerechtigkeit in der Welt und fordern ein friedliches Zusammenleben.

Unser Wohlstand beruht darauf, dass andere Menschen unter Bedingungen  arbeiten müssen, die wir für uns selber nie akzeptieren würden. Auf ausbeuterische Art und Weise werden Konsumgüter für uns hergestellt. Die lokale und globale Umwelt wird zugunsten einer billigen Produktion verschmutzt und verwüstet. Diese grosse Ungerechtigkeit verunmöglicht ein friedliches Zusammenleben im globalen Kontext.

Mit dem Ostermarsch 2018 laden wir alle dazu ein, ihren Beitrag für mehr Gerechtigkeit und Frieden zu leisten. Konkret:

  • bemühen wir uns als KonsumentInnen, sozial- und umweltgerecht hergestellte Güter zu kaufen.
  • verzichten wir als Verantwortliche in Unternehmen auf die wirtschaftliche Ausbeutung von Mensch und Natur im In- und Ausland und machen wir die Produktionsbedingungen der Güter transparent.
  • setzen wir uns als PolitikerInnen ein für verbindliche Regulierungen in der nationalen und internationalen Gesetzgebung.
  • sagen wir als StimmbürgerInnen «JA» zur Konzernverantwortungsinitiative.
  • sind wir alle bereit, unseren Wohlstand zu teilen und somit gerechter zu verteilen. So fördern wir den Frieden in Gegenwart und Zukunft.

Teilen wir unseren Wohlstand!

Wir alle sind Teil des gegenwärtigen Wirtschaftssystems. Eines Systems, das auf Ungerechtigkeit beruht. Wer etwas zu verkaufen hat, versucht, es möglichst teuer zu verkaufen. Wer etwas kauft, versucht, es möglichst billig zu kaufen. Beides ist nicht gerecht.

Gerecht wäre, einen möglichst fairen Preis zu verlangen und zu bezahlen. Mit fairen Preisen beschäftigen sich die Fairtrade-Organisationen, die bisher nur ein Nischendasein führen. Und selbst deren Preise sind nicht wirklich fair. Denn gerecht hiesse: Wer eine bestimmte Leistung erbringt, kann sich von seinem Lohn gleichviel kaufen, unabhängig davon, in welchem Land sie oder er lebt. Davon sind wir noch weit entfernt.

Gerechtigkeit wächst erst dann, wenn wir als KonsumentInnen und ProduzentInnen bereit sind, mehr zu bezahlen, als der „Markt“ verlangt, bzw. weniger zu fordern, als der „Markt“ erlaubt. Gerechtigkeit braucht Grosszügigkeit. Gerechtigkeit braucht die Bereitschaft, zu teilen. Gerechtigkeit braucht faire Rahmendbedingungen im nationalen und internationalen Recht. Wir BewohnerInnen der westlichen Welt sind die Profiteure des gegenwärtigen Systems. Wir hätten die Möglichkeit, uns innerhalb dieses Systems gerechter und friedlicher verhalten. Und wir hätten die Möglichkeit, dieses System in Richtung mehr Gerechtigkeit und Frieden weiter zu entwickeln. Aber nur dann, wenn unser Antrieb nicht weiter ein möglichst grosser Eigennutz ist. Es gäbe andere Antriebe: Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit, Anstand, Verantwortungsgefühl.

Wäre es nicht schön, in einer Welt zu leben, wo alle genug haben zum Leben, wo man nicht ständig misstrauisch sein muss, ob man durch zu hohe oder zu niedrige Preise über den Tisch gezogen wird, wo man einander vertrauen und sich darauf verlassen kann, dass jedeR einen fairen Lohn bekommt für seine bzw. ihre Arbeit? Diese Welt ist möglich. Und sie wird um so schneller kommen, je mehr von uns dazu beitragen. Leisten wir also unseren Beitrag zu einer gerechteren Welt, denn Gerechtigkeit ist der Weg zum Frieden!